Nicht nur die Deutsche Bank, sondern auch Bill Gates, Bill Clinton und Donald Trump befinden sich derzeit wegen der Veröffentlichung der Epstein-Files in argen Nöten. Trump im Cäsarenwahn? Dieses Heft klärt auf! Er ist der Mann, der die Welt spaltet wie kaum ein anderer: Donald J. Trump. Milliardär, Medienstar, Präsident, Populist, aber auch zigfach vertreten in den Epstein-Akten, Neo-Imperialist und eine Person, die rücksichtslos persönliche und politische Interessen vermengt. Oder ist er noch etwas ganz anderes? In unserem brandneuen Heft „Trump: Genie oder Gangster“ gehen wir der Frage nach, die derzeit unzählige Menschen umtreibt: Ist Donald Trump ein politisches Genie der Realpolitik – oder ein skrupelloser Gangster, der das Völkerrecht verachtet? Mit Analysen zu Venezuela, Iran, Grönland und Taiwan sowie einem Interview mit dem belgischen Geopolitik-Experten Robert Steuckers. HIER bestellen!
Das hat ja gerade noch gefehlt! Die Deutsche Bank hat es in ihrer nicht enden wollenden Skandalserie doch tatsächlich geschafft, selbst das schlimmstmögliche Fettnäpfchen nicht auszulassen, nämlich Jeffrey Epstein. Jahrelang erledigte das Institut für den Investmentbanker, der gleichzeitig Kopf eines Kriminellenrings zur Organisation von sexuellem Missbrauch war, hochverdächtige Bankgeschäfte. Epstein war schon einschlägig wegen Anstiftung zur Prostitution Minderjähriger vorbestraft, als er 2013 Kunde der Deutschen Bank wurde, was dort zu einer entsprechenden Einstufung seiner Person als Hochrisikoklient führte. Dennoch ließ das lokale Management des Instituts ihn dort dann offensichtlich schalten und walten, wie er wollte. Selbst fundamentalste Vorsichtsregeln wurden nicht eingehalten.
Freie Bahn für Epstein – auch bei der Deutschen Bank
Der Mann, dem vorgeworfen wird, an der Spitze eines Missnrauchsrings gestanden zu haben, der pyramidenförmig aufgebaut war und bis in allerhöchste gesellschaftliche Kreise reichte, konnte Hunderte von Finanztransaktionen vornehmen. Dabei wurden Zahlungen an russische Models und andere Frauen mit osteuropäischen Namen getätigt, mit denen offensichtlich Schulgebühren, Hotelkosten und Mieten beglichen wurden. Weder auffällige Barabhebungen in Höhe von 800.000 US-Dollar noch Überweisungen an Personen, denen damals schon vorgeworfen wurde, Epstein beim sexuellen Missbrauch von jungen Frauen unterstützt zu haben, erregten das Interesse der Risikoaufsicht des Instituts.

Damit ist der Epstein-Skandal um eine wahrhaft unglaubliche Facette reicher, denn es ist kaum zu fassen, wie ungehindert der US-Investmentbanker schalten und walten konnte, obwohl ihm schon vor Jahren der Ruf vorauseilte, in den systematischen Missbrauch Minderjähriger verwickelt zu sein. So wurde das zu den Virgin Islands zählende Inselchen, das eines seiner riesigen Anwesen beherbergte, nur als „Pädophileninsel“ bezeichnet.
Stellte die Deutsche Bank sich dumm?
Seine Geschäfte wurden zwar von einem Risikokomitee der Bank untersucht, die Ergebnisse dann aber nicht an die zuständigen Kundenbetreuer weitergeleitet – eine weitere Merkwürdigkeit, die man nicht mehr als „Zufall“ oder „Panne“ abtun möchte. Im Juli 2020 verhängte das New York State Department of Financial Services (DFS) wegen erheblicher Verstöße in Zusammenhang mit den Geschäftsbeziehungen zu Jeffrey Epstein eine Strafe in Höhe von 150 Millionen US-Dollar gegen die Deutsche Bank. Das Institut musste zudem massive Schwächen in der Überwachung verdächtiger Transaktionen eingestehen.Doch damit war die Sache keineswegs erledigt: Im Mai 2023 einigte sich die Deutsche Bank mit einer Gruppe von Epstein-Opfern auf einen Vergleich in Höhe von 75 Millionen US-Dollar, um eine Sammelklage beizulegen – ohne ein Schuldeingeständnis, wie es auch bei JPMorgan (290 Millionen US-Dollar an Opfer + 75 Millionen an die US Virgin Islands) der Fall war. Ein US-Richter genehmigte den Vergleich im Oktober 2023 endgültig.

Seit 2025/2026 flammt der Skandal durch neue Veröffentlichungen des US-Justizministeriums (Epstein-Files) wieder auf: Es gibt Hinweise, dass Epstein bei der Deutschen Bank mehr als 40 Konten führte und einen großen Teil seines Vermögens darüber verwaltete. Kürzlich veröffentlichte Dokumente zeigen zudem Verbindungen zu weiteren Milliardären und Transaktionen, die Epstein halfen, sein Netzwerk zu finanzieren. Im Oktober 2025 forderte der US-Kongress (u. a. House Committee on the Judiciary) von der Deutschen Bank Unterlagen zu Epsteins Transaktionen – darunter SARs (Suspicious Activity Reports) und interne Entscheidungen zur Kundenbeziehung. Auch im Februar 2026 wiederholte die Bank ihr Bedauern: Sprecher betonten erneut, die Aufnahme Epsteins 2013 sei „ein schwerwiegender Fehler“ gewesen, den man seit 2020 immer wieder einräume. Aktionärsvertreter (z. B. Klaus Nieding von der DSW) fordern nun eine „schonungslose Offenlegung“ aller relevanten Dokumente – spätestens vor der Hauptversammlung am 28. Mai 2026 –, um weiteren Reputationsschaden zu vermeiden.
Der Aktienkurs der Bank reagierte in den letzten Wochen bereits deutlich negativ auf die neuen Enthüllungen. Selbst der Vorstandsvorsitzende des Instituts, Christian Sewing, sah sich schon 2020 genötigt, in einem Brief an die Mitarbeiter zu dem Vorgang Stellung zu nehmen und schrieb: „Es war ein schwerwiegender Fehler, dass wir ihn 2013 als Kunden aufgenommen haben – dazu hätte es nie kommen dürfen.“ Alle müssten dazu beitragen, dass sich so etwas nicht wiederholt.Fazit: Die Affäre Epstein holt die Deutsche Bank auch mehr als fünf Jahre nach dem Tod des Finanziers immer wieder ein – mit neuen Akten, politischem Druck aus den USA und Forderungen nach vollständiger Transparenz. Die „Skandalserie“ scheint kein Ende zu nehmen.
■ Antonie Reuter
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