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Die meisten Umfragen vor der morgigen Parlamentswahl in Ungarn weisen einen hohen zweistelligen Vorsprung für den Orbán-Herausforderer Péter Magyar aus und insbesondere in deutschen Medien wird der Wahlsieg der Opposition quasi schon als Selbstläufer dargestellt. Das weckt Erinnerungen an das Jahr 2022, als die Umfrageergebnisse ebenfalls schlechte Werte für Orbáns Fidesz-Partei ergaben, diese dann aber erstmals eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erreichte. Auch in der „Berliner Zeitung“ weisen Michael Maier und Nicolas Butylin in einem interessanten Beitrag darauf hin, dass die Ungarn-Wahl noch lange nicht entschieden ist.
Neuerliches Waterloo für Orbán-Hasser?
Maier und Butylin betonen in ihrem Artikel:
„Allerdings sind Umfragen in Ungarn traditionell politisch hoch umkämpft. Regierungsnahe Stimmen zweifeln die Erhebungen offen an und verweisen auf frühere Wahlen, bei denen Orbán deutlich besser abschnitt als zuvor prognostiziert. Entsprechend vorsichtig interpretieren viele Beobachter die Zahlen.
In einem Papier des Corvinus Collegiums heißt es etwa, Orbán befände sich zwar „in Bedrängnis“, gleichzeitig sei jedoch die Darstellung eines klaren Durchmarschs Magyars überzogen. „Die Opposition sei im Aufwind und eilt von Umfragehoch zu Umfragehoch.“ Diese Interpretation zeichne jedoch ein Bild, das die tatsächliche politische Dynamik nur unvollständig erfasse.
So verweist das Institut auf die Erfahrungen der vergangenen Wahlzyklen. Es drängten sich Parallelen zur Parlamentswahl 2022 auf. Auch damals hätten zahlreiche Umfrageinstitute die Opposition im Vorfeld „auf der Siegerstraße“ gesehen, um am Wahlabend festzustellen, dass Orbáns Fidesz „das beste Listenergebnis ihrer Geschichte errungen“ habe. Orbán-Anhänger setzen auf das komplizierte ungarische Wahlrecht, in dem es sehr stark auf die gewonnenen Wahlkreise ankommt. Im ländlichen Bereich ist Fidesz traditionell stärker als in den wenigen Großstädten.“

Die Wahl 2022 bleibt ein Lehrstück dafür, wie Umfragen in polarisierten Gesellschaften mit asymmetrischen Medien- und Machtverhältnissen an ihre Grenzen stoßen können. Am Ende sicherte sich Viktor Orbán mit einem klaren Vorsprung eine weitere Amtszeit. Auch morgen könnten die Orbán-Gegner in Brüssel und Berlin einmal mehr ein Waterloo erleben.
■ Kurt Koriath
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