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US-Präsident Donald Trump hielt heute beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine über eine Stunde dauernde, sehr selbstbewusste Rede (ca. 70–90 Minuten). Es war sein erster großer Auftritt in Europa nach der Amtseinführung für seine zweite Amtszeit im Januar 2025. Die Rede war geprägt von Eigenlob, scharfer Kritik an Europa und Vorgänger Biden sowie mehreren zentralen Themenblöcken. Wie ernst Trump den Besuch in Davos nimmt, zeigt sich auch daran, dass er von 300 Mitarbeitern begleitet wurde. Wichtigste Punkte der Rede:
Selbstlob & US-Wirtschafts-Boom
Trump zeichnete ein sehr positives Bild der USA unter seiner Führung: „Phänomenale“ wirtschaftliche Erfolge, stark gestiegene Löhne, besiegte Inflation (angeblich niedriger als in Wirklichkeit berichtet), boomende Wirtschaft, sinkende Energiepreise, geschlossene Grenzen. Er bezeichnete die USA als „Wirtschaftsmotor der Welt“ – wenn Amerika wachse, wachse die ganze Welt mit.
Wohnungspolitik & Bezahlbarkeit
Er kündigte aggressive Maßnahmen zur Senkung der Wohnkosten an: Verbot für große institutionelle Investoren, Einfamilienhäuser zu kaufen, Aufruf an den Kongress, Kreditkarten-Zinsen temporär auf 10 % zu deckeln, sowie staatliche Käufe von Hypothekenbonds zur Zinssenkung.
Grönland – zentrales außenpolitisches Thema
Trump bekräftigte erneut seinen Besitzanspruch auf Grönland („ein großes, schönes Stück Eis“), das er aus nationaler Sicherheits- und strategischer Sicht für unverzichtbar hält. Er forderte sofortige Verhandlungen mit Dänemark/Grönland, schloss aber mehrfach ausdrücklich den Einsatz von Gewalt aus („I won’t use force“, „I don’t have to use force, I don’t want to use force“). Gleichzeitig warnte er: Die USA wären „unstoppable“, falls es doch dazu käme. Er betonte, die Grönländer würden ihn lieben, sobald sie mit ihm reden. Trump warf Dänemark Undankbarkeit vor. Deutschland habe Dänemark im Zweiten Weltkrieg sehr schnell eingenommen und in der Folgezeit hätten die USA Grönland geschützt.

Es sei ein großer Fehler von den USA gewesen, Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an Dänemark zurückzugeben. Mehrfach forderte Trump, sofort in Verhandlungen über Grönland einzutreten. Auch die EU bezeichnete Trump als undankbar. Vor allem aber betonte Trump: „Wenn Europa Nein sagt, werden wir uns daran erinnern“. Was könnte das bedeuten? Einen möglichen NATO-Austritt der USA?
Kritik an Europa & NATO
Scharfe Attacken auf europäische Politik: Masseneinwanderung mache Teile Europas „nicht mehr wiedererkennbar“, Green Deal sei ein „Green New Scam“. Er kritisierte die NATO (USA gäben viel, bekämen wenig), wiederholte aber, niemand habe mehr für die NATO getan als er. Drohung mit Zöllen gegen mehrere EU-Länder, falls kein Grönland-Deal zustande komme.
Zölle:
Trump übte scharfe Kritik an den Handelspartnern der USA. Im Gespräch mit der Schweizer Bundespräsidentin habe diese bspw. immer wieder darauf verwiesen, dass ihre Nation ein kleines Land sei. Dies ändere jedoch nichts daran, dass die Schweiz einen großen Exportüberschuss gegenüber den USA aufgebaut hätte und davon profitiere. Das sei unfair.
Weitere Themen
Forderung nach sofort sinkenden Zinsen weltweit und niedrigeren Ölpreisen (an OPEC/Saudi-Arabien gerichtet)
Beendigung des Ukraine-Kriegs (er wolle mit Putin und Selenskyj verhandeln)
Kritik an Windkraft und China („China baut keine Windparks, verkauft sie aber überall“)
Positiver Ausblick: „Die Vereinigten Staaten sind zurück – größer, stärker, besser als je zuvor“
Ton & Wirkung
Die Rede war klassisch Trump: sehr lang, sehr selbstbezogen, Mischung aus konkreten Ankündigungen und Provokation. Sie löste im Saal gemischte Reaktionen aus – Applaus von manchen, sichtbare Irritation und Kritik bei vielen Europäern. Das Thema Grönland dominierte die Berichterstattung und überschattete die wirtschaftspolitischen Ankündigungen fast komplett. Kurz gesagt: Eine typische, polarisierende Trump-Performance – viel America First, viel Druck auf Europa, viel Grönland-Fokus und wenig versöhnliche Töne gegenüber dem Davos-Publikum.
■ Antonie Reuter
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