Miroslav Lajčák 2009 mit der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton. Foto: By USDepOfState - https://www.flickr.com/photos/statephotos/3582762023/, Public Domain.

Epstein und der EU-Osteuropa-Zar: „Russische Mädchen sind der beste Export“

Die Umtriebe des slowakischen Politikers Miroslav Lajčák

Trump im Cäsarenwahn? Dieses Heft klärt auf! Er ist der Mann, der die Welt spaltet wie kaum ein anderer: Donald J. Trump. Milliardär, Medienstar, Präsident, Populist, aber auch zigfach vertreten in den Epstein-Akten, Neo-Imperialist und eine Person, die rücksichtslos persönliche und politische Interessen vermengt. Oder ist er noch etwas ganz anderes? In unserem brandneuen Heft „Trump: Genie oder Gangster“ gehen wir der Frage nach, die derzeit unzählige Menschen umtreibt: Ist Donald Trump ein politisches Genie der Realpolitik – oder ein skrupelloser Gangster, der das Völkerrecht verachtet? Mit Analysen zu Venezuela, Iran, Grönland und Taiwan sowie einem Interview mit dem belgischen Geopolitik-Experten Robert Steuckers. HIER bestellen!

Nur wenige andere Politiker haben in der EU-Ostruropapolitik eine so prägende Rolle gespielt wie der slowakische Diplomat Miroslav Lajčák. Er war von Juli 2007 bis Februar 2009 Hoher Repräsentant der Internationalen Gemeinschaft und EU-Sonderbeauftragter in Bosnien und Herzegowina, was ihm damals weitreichende Befugnisse bei der Verwaltung Bosniens eintrug, die von manchen gar mit den Befugnissen eines Diktators verglichen werden. Von April 2020 bis Januar 2025 amtierte er zudem als EU-Sonderbeauftragter für den Belgrad-Pristina-Dialog und weitere Westbalkan-Fragen. Außerdem war Lajčák ehemaliger slowakischer Außenminister, Präsident der 72. UN-Generalversammlung (2017/18) sowie nationaler Sicherheitsberater von Premierminister Robert Fico. Es wäre kaum übertrieben, ihn als zentrale Figur der EU-Osteuropapolitik der vergangenen beiden Jahrzehnte zu sehen.

Ausgerechnet dieser Mann wird in den Ende Januar 2026 vom US-Justizministerium freigegebenen Epstein-Dokumenten mehrfach erwähnt – Schätzungen gehen von rund 300 bis 346 Treffern aus. Besonders detailliert dokumentiert ist eine Textnachrichten-Konversation aus dem Oktober 2018 während einer Dienstreise Lajčáks durch Kiew und Moskau. Lajčák schrieb unter anderem: „Regards from Kiev! Just to confirm that girls here are as gorgeous as ever :)“ (zu deutsch: „Grüße aus Kiew! Nur um zu bestätigen, dass die Mädchen hier so wunderschön sind wie eh und je :)“). Epstein antwortete mit Bemerkungen zu „girls“ und scherzte, russische Frauen seien „their best export“, also der „beste Export Russlands“. Lajčák erwidert auf eine scherzhafte Bemerkung Epsteins (z. B. Angebot von Frauen bzw. deren jungen Schwestern, die „wahrscheinlich zu jung für dich“ seien, unter 30): „Sei nicht gemein. Du kennst mich nicht in Aktion.“ („Don’t be mean. You don’t know me in action.“) Darauf wieder Epstein: „Jetzt werde ich Albträume haben.“ („Now im going to have nightmares.“)

Schwerer Vorwurf gegen Gates

In den Epstein-Akten gibt es mehrere Hinweise und Andeutungen auf die Rekrutierung, den Transport oder die Bereitstellung junger Frauen aus Russland und Osteuropa im Kontext von Epsteins sogenanntem Sex-Trafficking-Netzwerk, so beispielsweise im Zusammenhang mit Microsoft-Gründer Bill Gates. Es handelt sich um unverifizierte, nie versandte Entwürfe, die Epstein an sich selbst schrieb (teilweise in der Ich-Form als angeblicher „Boris Nikolic“ oder ähnlich). Diese E-Mails enthalten schwere Vorwürfe gegen Gates:Epstein behauptet darin, Gates habe nach Sex mit „Russian girls“ eine sexuell übertragbare Krankheit (STD) bekommen. Gates habe Epstein demnach gebeten, Antibiotika zu besorgen, die er heimlich („surreptitiously“) an seine damalige Ehefrau Melinda French Gates verabreichen könne, um eine mögliche Ansteckung zu verhindern.

Es macht jedenfalls sprachlos, in welchem Tonfall sich eine Person, die die Osteuropapolitik der EU über Jahrzehnte hinweg bestimmt hat, über „Exporte“ russischer Frauen und damit über Menschenhandel unterhält. Einmal mehr ergibt sich das erschütternde Bild einer moralischen und fachlichen Negativauslese an der Spitze der EU.

 Antonie Reuter

Abonniert unseren Telegram-Kanal https://t.me/aufgewachtonline

Abonniert unseren X-Kanal: https://x.com/AufgewachtS


Kostenlose AUFGEWACHT-Leseprobe herunterladen: https://aufgewacht-online.de/leseprobe/

AUFGEWACHT Online

Abonnieren Sie die Stimme des Widerstands

Cookie-Einwilligung mit Real Cookie Banner