Die italienische Fußball-Nationalmannschaft vor einem WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen im Juni 2025. Bild: Von MichaelEmilio - Eigenes Werk, CC BY 4.0.

Fußball-WM 2026: Schade, Italien, alles ist vorbei

Völkerverständigung: Serbischer Tennisstar Novak Djokovic erhält Beifall bei WM-Playoffs in Bosnien

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Es wirkt fast schon surreal: Der vierfache Fußball-Weltmeister Italien hat zum dritten Mal hintereinander die Qualifikation für die Endrunde der Fußball-WM verpasst, die im Sommer dieses Jahres in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen werden wird. Die Auswahl von Bosnien-Herzegowina setzte sich mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen die Squadra Azzurra durch.

Damit wird die bosnische Fußball-Nationalmannschaft rund um Altstar Edin Dzeko, der 2009 mit dem VfL Wolfsburg die deutsche Meisterschaft gewann, nach 2014 ein zweites Mal an der Endrunde einer Fußball-WM teilnehmen. Schon 2022 (gegen Nordmazedonien) und 2018 (gegen Schweden) scheiterten die Azzurri in den WM-Playoffs und verpassten die Endrunde. Das 0:1 gegen Uruguay am 24. Juni 2014 im brasilianischen Natal mitsamt des legendären Bisses des „Kannibalen“ Luis Suarez, der als „Hannibal Lecter des Fußballs“ in die Sport-Historie einging, in die Schulter von Giorgio Chiellini markiert somit weiterhin das bis dato letzte WM-Auftreten der Azzurri.

Applaus für Novak Djokovic

Außerdem sind die Italiener bei den Endturnieren 2014 in Brasilien und 2010 in Südafrika auch noch in der Gruppenphase ausgeschieden. Der letzte K.-o.-Runden-Auftritt der italienischen Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM ist somit der Finalsieg gegen Frankreich vom 9. Juli 2006 im Berliner Olympiastadion. Gerade in diesem Punkt können sich die deutschen Fußballfans allerdings kaum Schadenfreude erlauben. Die DFB-Elf verpasste bekanntlich bei den letzten beiden Turnieren in Katar und Russland auch die K.-o.-Runde. Das letzte Knockout-Spiel einer deutschen Mannschaft bei einer Fußball-WM war somit das WM-Finale am 13. Juli 2014 im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro gegen Argentinien.

75 Jahre DDR

Zu einer schönen Geste der Völkerverständigung kam es gestern im Hexenkessel des Stadions Bilino Polje im bosnischen Zenica dann auch noch. Der serbische Tennisstar Novak Djokovic, 24-facher Grand-Slam-Sieger, war für das Spiel angereist, um die bosnischen „Drachen“ anzufeuern. Als Djokovic die Tribüne betrat, gab es Szeneapplaus der bosnischen und italienischen Fans. Laut Beobachtern kam es damit zum ersten Mal seit den jugoslawischen Sezessionskriegen – also seit dem Beginn der 90er Jahre dazu – dass ein Serbe in Bosnien gefeiert wurde. Djokovic setzt sich schon seit langem – beispielsweise durch die Organisation des Tennisturniers „Adria Tour“ – für die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner ein, sieht sich selbst allerdings als serbischen Nationalisten, der auch Kontakte zum bosnisch-serbischen Politiker Milorad Dodik von der Republika Srpska hält.

 Arne Schimmer

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