Der Iran ist das wichtigste Schlachtfeld im Kampf um die Neue Weltordnung. Global tobt der Kampf zwischen Russland und China einerseits und den USA andererseits: Im Iran, in Venezuela, in der Arktis, im Südchinesischen Meer und um die koreanische Halbinsel. Im aktuellen Heft werfen wir einen Blick auf den Zustand der westlichen Vormacht unter Donald Trump. In unserem brandneuen Heft „Trump: Genie oder Gangster“ gehen wir der Frage nach, die derzeit unzählige Menschen umtreibt: Ist Donald Trump ein politisches Genie der Realpolitik – oder ein skrupelloser Gangster, der das Völkerrecht verachtet? Mit Analysen zu Venezuela, Iran, Grönland und Taiwan sowie einem Interview mit dem belgischen Geopolitik-Experten Robert Steuckers. HIER bestellen!
Der britische Premier Keir Starmer verkündete am 28. Februar, dass die USA und Israel „Ziele im Iran getroffen“ hätten, um in nächsten Satz zu betonen: „The United Kingdom played no role in these strikes, but we have long been clear: The regime in Iran is utterly abhorrent…” Vor der extensiven Rechtfertigung des Angriffs und dem Beteuern der reinen Verteidigung steht also der Satz, das Vereinigte Königreich „spielte KEINE Rolle in diesen Schlägen“. Diese Rhetorik deutet auf den historischen Bruch in der Notwendigkeit, bei kriegerischen Anlässen die Bürger des Landes mit schönen Worten einzulullen. Zum ersten Mal muss hier auf die riesige migrantische Schicht Rücksicht genommen werden, die vehement gegen „USrael“ eingestellt ist.
Friedensbewegung und Bevölkerungsaustausch
Das verweist auch auf das Dilemma der deutschen Friedensbewegung, die nicht mehr wie noch zu Zeiten der Aggressionen gegen den Irak und Jugoslawien einfach einen Teil der deutschen Bürger repräsentiert, sondern mit zunehmendem Bevölkerungsaustausch in Bezug auf die sich im Gastland jeweils befehdenden migrantischen Konfliktfraktionen gesetzt wird, mal in die Nähe der einen, mal der anderen Seite. Sie muss sich also ständig reaktiv rechtfertigen und erklären, was sie eigentlich aussagen will und was nicht.

In Bezug auf Israel gibt es zwei sich beißende Denkrichtungen: Je tiefer die Recherche der globalen Hintergrundpolitik geht, desto klarer wird, dass man zu Israel gar nicht tief genug forschen kann. Gleichzeitig ist es eine (im wörtlichen Sinne) Gesetzmäßigkeit, dass die Repression gegen den ergebnisoffenen Forscher mit zunehmender Forschungstiefe steigt. Das führt dazu, dass die „Steilvorlage“, mit einer israel-neutralen oder –freundlichen Haltung, aus welchen Gründen auch immer, zu punkten, für die eigentlichen Anliegen also Freiräume zu schaffen, oft ungern ausgeschlagen wird. Wenn sich also ganz normale deutsche Patrioten dadurch von dem grotesken Antisemitismus-Pauschalvorwurf befreien zu können glauben, dass sie Verständnis für das USraelische Vorgehen bekunden, dann ist das … verständlich.
Gemeinsamer Nenner bei den Aufklärern und Friedensbewegten ist das Wissen um die destruktiven NWO-Hintergrundagenden, die mit jedem neuen Krieg beschleunigt werden. Die klangliche Nähe des Codenamens „Epischer Zorn“ zu Epstein – dessen Familiennamen auf die Stadt Eppstein im Taunus zurückgeht – ist am 28.2. dem US-Journalisten Max Blumenthal (YT: The Grayzone, 530.000 Abos) aufgefallen, der den neuen Angriffskrieg „Operation Epstein Fury“ nannte. Auf X kommentierte Blumenthal, wie Trump die Angriffe mit drei Mitarbeitern beobachtete: „Suzie Wiles, ehemalige bezahlte Beraterin für Netanjahus Wiederwahlkampagne 2020, Marco Rubio, Lieblingsprojekt der Israel-First-Milliardäre Paul Singer und Sheldon Adelson, John Ratcliffe, ‚Mossad-Stenograf”‘, ausgebildet von ‚IPAC’“. „Epsteins Zorn“ deutet sowohl auf die Ablenkung von den Epstein-Enthüllungen und dem Skandal der systematischen Vertuschung als auch auf die Unterordnung US-amerikanischer Interessen unter die der Netanyahu-Regierung. Blumenthal hatte im Frühjahr 2025 kurz vor dem Junikrieg den Iran besucht und bezeichnet sich als „liberalen Antizionisten“. Blumenthals Vater Sydney Blumenthal war Berater der Clintons und versuchte, sie auf einen israelkritischen Kurs zu bringen. Von ihm wurde der erboste Ausdruck Bill Clintons nach einem Treffen mit Netanyahu 1996 zitiert: „Who’s the fucking superpower here?“.
Ein Schlüssel für Bibi
Trump hat mit diesen verkehrten Machtverhältnissen bekanntlich keine emotionalen Probleme. Donald Trump überreichte 2020 als Gastgeschenk an Benjamin Netanyahu einen goldenen Schlüssel und erklärte vor der Presse: „Wir nennen das einen Schlüssel zum Weißen Haus, es ist ein Schlüssel zu unserem Land und zu unseren Herzen.“

Der Angriff auf den Iran erfolgte wie üblich finanzmärkteschonend am Anfang des Wochenendes. Stand Montag Mittag quittieren die Marktteilnehmer die Eskalation mit gemäßigten Ausschlägen: Der Preis für das Rohöl ist mit einer Kurslücke knapp über das Hoch der letzten Iran-Bombardierung vom Juni 2025 gesprungen, aber viele Investoren rechnen mit einer Beruhigung des Preises wie damals ab Juni, sollten die Engpässe durch die Beeinträchtigung der Straße von Hormus zeitlich überschaubar sein bzw. zunächst „nur“ Indien und China betreffen.
Von der Merz-Regierung ist zu erwarten, dass sie eine solche Gelegenheit nicht ungenutzt lässt, neue Maßnahmen zu ergreifen, um weiter den Eid zu missachten, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Merz sagte am 1. März: „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass sich Iran in Zukunft stabilisiert und wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt.“
■ Jochen Stappenbeck
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