Offizielles Gedenken an die Vertreibung der Ungarndeutschen am 19. Januar 2016 in Budaörs. Foto: By Elekes Andor - Own work, CC BY-SA 4.0.

Orbán und die Vertreibung: Warum er ein echter Freund der Deutschen ist

Ungarn und die Slowakei als Vorreiter der Versöhnung

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Schon am 12. Februar 1991 bat der Slowakische Nationalrat die Karpatendeutschen in einer Erklärung für die Vertreibung um Verzeihung. Nachdem 1999 mit Rudolf Schuster ein Vertreter der deutschen Minderheit zum Staatspräsidenten gewählt wurde, eröffnete in der Hauptstadt Preßburg (Bratislava) das Slowakische Nationalmuseum der Karpatendeutschen Kultur. Dort wurde eine Gedenktafel angebracht, die die Inschrift „Zur Erinnerung an die karpatendeutschen Mitbürger, die 1944 – 1947 gezwungen wurden, die Slowakei – ihre Heimat seit 800 Jahren – zu verlassen“ trägt. Das ungarische Parlament beschäftigte sich schon 1990 in zwei Beschlüssen mit der Vertreibung. Hier wurde unter anderem festgestellt: „Die Vertreibung der Ungarndeutschen ab 1944 und ihre Aussiedlung danach war eine die Menschenrechte schwer verletzende, unrechte Aktion. Die Betroffenen mussten unschuldig wegen ihrer Nationalitätszugehörigkeit leiden. […] Aus diesem Grund spricht das Parlament den Angehörigen der Toten sein Beileid und den Überlebenden des Leidens sein Mitgefühl aus.“

2012 hat das ungarische Parlament – über alle Parteigrenzen hinweg einstimmig – den 19. Januar zum offiziellen nationalen Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen erklärt. Ungarn ist bis heute das einzige Land in Mittel- und  Osteuropa, das auf staatlicher Ebene ein solches klares Bekenntnis zu diesem Unrecht abgelegt und einen eigenen nationalen Gedenktag dafür geschaffen hat.

Einstimmiger Parlamentsbeschluss

Schon damals war Viktor Orbán Regierungschef in Budapest. Viktor Orbán hat die Einführung des Gedenktags (19. Januar als „Emléknap a magyarországi németek elhurcolásáról és elűzetéséről“) nicht persönlich als Ministerpräsident initiiert oder allein begründet – die Entscheidung traf das ungarische Parlament (Országgyűlés) am 10. Dezember 2012 einstimmig auf Initiative vor allem der KDNP (Christdemokraten) und der Fidesz-Koalition.Orbán hat den Gedenktag aber in mehreren Reden und Erklärungen nachdrücklich unterstützt und öffentlich begründet. Während andere Staaten wie Polen das Thema tabuisieren und verdrängen, hat Ungarn als einziges Land in der Region den Mut gehabt, dieses dunkle Kapitel offiziell beim Namen zu nennen und einen nationalen Gedenktag einzuführen.

 Arne Schimmer

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