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Erst vor einigen Tagen hat sich der russische Präsident Wladimir Putin als Vermittler in der Iran-Krise angeboten. Die Initiative kommt nicht überraschend. Die beiden Länder pflegen traditionell gute Beziehungen, die im vergangenen Jahr durch die Schließung eines Abkommens sogar noch vertieft wurden. Der Zeitpunkt des neuen Abkommens schien mit Bedacht gewählt: Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump und nach dem Umsturz in Syrien schlossen Russland und der Iran im Januar 2025 ein Abkommen. Auf 20 Jahre befristet und mehr als 47 Artikel zu den Bereichen Kultur, Bildung und Handel, aber auch Militär, Forschung und Sicherheit umfassend, stellt es den bisherigen Höhepunkt des Ausbaus der Beziehungen zwischen Moskau und Teheran dar.
Im Vordergrund stehen dabei die weitere eurasische Integration sowie der Ausbau der multipolaren Weltordnung: Da sowohl der Iran als auch Russland von westlichen Sanktionen betroffen sind, entwickeln sie ihre Wirtschaft und ihren Handel zunehmend abseits des Westens, was auch eigene Infrastrukturprojekte betrifft. Im Kaspischen Meer planen Gazprom und die iranische Firma NIGC eine Pipeline, an die auch Aserbaidschan angebunden werden soll. Dazu gehört der Nord-Süd-Korridor, welcher unter Ausschluss Europas Russland direkt mit dem Iran und Indien verbindet. Durch diesen wird die Rolle des Irans als Transitland für russisches Gas und Öl zementiert. Teheran verfügt zwar nach Moskau über die zweitgrößten Gasreserven der Welt, konnte aber seine Infrastruktur zu deren Förderung aufgrund der seit über 40 Jahren bestehenden westlichen Sanktionen nicht ausbauen. Weiter verpflichtet sich Moskau, dem Iran bei der Entwicklung seiner Energieinfrastruktur zu helfen. Darüber hinaus wollen Wladimir Putin und Massud Peseschkian, seit 2024 Staatspräsident, ihre Zusammenarbeit in der Eurasischen Wirtschaftsunion (Wirtschaft), der Schanghaier Organisation (Anti-Terror) und den BRICS+- Staaten ausbauen.

Das Partnerschaftsabkommen zielt also nicht nur auf die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und den Iran ab, sondern auch auf die Lage der beiden Länder in der Welt, die für beide Staaten vor allem im Bereich der Sicherheit angespannt bleibt. Der Krieg in der Ukraine und das israelische Säbelrasseln im Nahen Osten haben beiden Nationen die Notwendigkeit einer Kooperation im Verteidigungsbereich vor Augen geführt. Dies zeigt sich auch im Abkommen: Darin ist von einer Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern die Rede: Gemeinsame Militärübungen, Waffenentwicklungen und der Austausch von Geheimdienstinformationen werden darin bekannt gegeben. Somit handelt es sich zwar noch um kein Militärbündnis, aber die Entwicklung in den Beziehungen zwischen Moskau und Teheran geht eindeutig in diese Richtung. Bereits in der Vergangenheit haben beide Länder einander militärisch unterstützt: So förderte der Iran die Drohnenentwicklung Russlands und belieferte es mit Raketen. Dafür revanchierte sich Moskau mit Hyperschallraketentechnologie und Luftabwehrsystemen für den Iran.
Hier hat Teheran zweifellos Interesse an den russischen S-400 und S-500 Systemen. Auch im Geheimdienstbereich will man zukünftig stärker Informationen austauschen – zur Abwehr westlicher Umsturzversuche (Farbrevolutionen) und Terroranschlägen. Vor dem Hintergrund des offenen Zionismus und der Iranfeindlichkeit der neuen US-Regierung dürfte es auch zu einer Klausel im Abkommen gekommen sein, die Neutralität im Fall des Angriffs einer fremden Macht auf einen der beiden Vertragspartner einfordert. Dies dürfte bedeuten, dass Russland dem Westen keine Basen im Falle eines Angriffs zur Verfügung stellen und sich diplomatisch für einen Frieden zwischen den Konfliktparteien einsetzen würde. Während sich also in den USA die Führungsriege verändert, setzt man in Russland und dem Iran auf eine verstärkte Zusammenarbeit, um sich wirtschaftlich und militärisch im Falle einer Konfrontation abzusichern. Die Multipolarität trägt also in der Praxis zur Stärkung der Souveränität beider Länder bei.
■ Alexander Markovics
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