Welt am Abgrund: Sascha A. Roßmüller erklärt in der brandneuen AUFGEWACHT-Ausgabe, warum der Iran-Krieg so unfassbar gefährlich ist. Die neue AUFGEWACHT 4/26 mit dem Titelthema „Endkampf um Ungarn – Orban gegen die Globalisten“ ist erschienen – und sie ist größer als je zuvor! Ab sofort liefern wir Ihnen dauerhaft 48 Seiten (statt bisher 44) geballte Information und unabhängige Meinung. Titelthema: Die Putschpläne gegen Viktor Orbán und der drohende „Euro-Maidan“ an der Donau. Dazu mehrere Texte und Interviews, unter anderem mit Ignaz Bearth. HIER bestellen!
Was die aktuelle Debatte über die Politik und die Untertanenmentalität verrät.
Die Spritpreisexplosion, die uns Israel beschert, macht Deutschland erneut zu einem der teuersten Länder in der EU. Wie unter dem Brennglas demonstriert sie, was in unserem Land schiefläuft. Unsere öffentliche Diskussion ist immer sehr gut im Wegerklären der Missstände, aber nicht darin, Lösungen zu erarbeiten und Lösungsdruck im Sinne der Bürger auszuüben. Der ÖRR versagt völlig darin, die Mineralöl-Oligarchen des Landes zur Rede zu stellen. Es gibt massive Interessenkonflikte in der Politik, die uns mit dem Sprit das Steuergeld aus der Tasche zieht und weiter die Klimaideologie betreibt. Am Ende ist der Bürger schuld, der sich nicht wehrt.
Donald Trump hat sich vom per IStGH-Haftbefehl gesuchten Bibi Netanjahu und der Israel-Lobby in einen Krieg gegen den Iran hineinziehen lassen, der sich für ihn zu einem politischen Desaster entwickelt. Seine Zustimmungswerte in den USA sind auf unter 40 % gesunken1. Die aktuelle Rekordjagd der Spritpreise ist eine direkte Folge dieser israelischen Kriegstreiberei, die den globalen Ölmarkt in den schwersten Versorgungsschock seiner Geschichte gestürzt hat. Durch die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran wurde eine der weltweit wichtigsten Schlagadern für Rohöl- und Gaslieferungen nahezu vollständig unterbrochen. Infolgedessen sind die Kosten für Benzin und Diesel an deutschen Tankstellen sprunghaft angestiegen (teilweise bis auf 2,60 € pro Liter), da das plötzliche Defizit an den internationalen Energiemärkten trotz einer jüngst vereinbarten, fragilen Waffenruhe weiterhin für extreme Preisvolatilität sorgt.

Natürlich darf die Tabelle nicht fehlen, woraus sich der Spritpreis in Deutschland zusammensetzt:
Zusammensetzung des Spritpreises (Stand: April 2026)
| Komponente | Super E10 (~ 2,09 €/l) | Diesel (~ 2,30 €/l) |
| Energiesteuer | 65,45 Cent | 47,04 Cent |
| CO₂-Abgabe (65 €/t) | ~ 18,60 Cent | ~ 20,50 Cent |
| Produkteinkauf & Marge | ~ 91,20 Cent | ~ 125,40 Cent |
| Bevorratungsbeitrag (EBV) | 0,27 Cent | 0,30 Cent |
| Mehrwertsteuer (19 %) | ~ 33,50 Cent | ~ 36,80 Cent |
| Staatlicher Anteil (Gesamt) | 1,1755 € (ca. 56 %) | 1,0434 € (ca. 45 %) |
| Gesamtpreis (Brutto) | 2,09 € | 2,30 € |
Wie leidlich bekannt, erweisen sich staatliche Abgaben als deutliche Preistreiber.
Aus dem Jahr 2022 lernen
Gehen wir ein paar Jahre zurück. Der drastische Preisanstieg infolge des Iran-Kriegs weckt nämlich Erinnerungen an das Jahr 2022, als die Spritpreise damals infolge des Ukrainekrieges ebenfalls dramatisch anstiegen. Doch während die Bundesregierung damals versuchte, die Rekordpreise mit Milliarden an Steuergeldern zu „fluten“, muss nun eine andere Strategie her. Das sind die Lehren, die es aus 2022 zu ziehen gilt:
- Verschleppte Weitergabe: Der „Tankrabatt“ von 2022 (Senkung der Energiesteuer) lehrt die Politik, dass staatliche Nachlässe oft nicht vollständig beim Autofahrer ankommen, sondern die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne polstern.
- Gießkannen-Prinzip adé: Mit Kosten von über 3 Milliarden Euro für nur drei Monate erwies sich die damalige Pauschalsubvention als zu teuer und sozial ungerecht, da Großverbraucher stärker profitierten als Geringverdiener. Ebenfalls profitierten Besser- und Geringverdiener ohne Unterschied.
- Vom 9-Euro-Ticket zum Deutschlandticket: Während das 9-Euro-Ticket 2022 als extrem günstiges, aber zeitlich befristetes „Experiment“ den ÖPNV kurzzeitig flutete, setzt man heute auf das dauerhafte Deutschlandticket. Die Lehre daraus: Kurzfristige Billig-Aktionen helfen zwar dem Geldbeutel, lösen aber nicht das strukturelle Problem der Pendlerabhängigkeit vom Auto. Dennoch war das 9-Euro-Ticket das wohl beste Instrument aus dem Jahr 2022 und bietet sich heute wieder an.
Was 2022 fehlte, war ein Ansatz, die hinter den Preisen steckenden Branchenstrukturen anzugreifen. Das Oligopol der Ölkonzerne. Aber es gibt einen Spieler auf dem Feld, der noch viel mehr Interesse an einem hohen Spritpreis hat.
Der Staat: Der größte Frosch im Sumpf
Die Redewendung geht so: „Wenn du einen Sumpf trockenlegen willst, darfst du nicht die Frösche fragen.“ Wir erwarten vom größten Profiteur der Spritpreisexzesse – dem Staat – eine Lösung. Darauf können wir lange warten. Schätzungen zufolge könnte der Fiskus bei den aktuellen Preissprüngen auf ein Jahr gerechnet zwischen 1,9 und 3,3 Milliarden Euro mehr an Mehrwertsteuer einnehmen. Der gegen Kritik empfindliche Lars Klingbeil sucht dringend nach Mehreinnahmen. Die Energiesteuer und CO₂-Steuer sind dagegen fixe Beträge und orientieren sich nicht prozentual am Grundpreis der Ölkonzerne.
Staatliche Faktenfinder wenden deshalb ein: Rein technisch „kassiere“ der Staat bei jedem teuren Tankvorgang mehr Mehrwertsteuer. Da die Menschen jedoch weniger tanken und die Wirtschaft unter den hohen Energiekosten leidet, ist die Krise für den Staatshaushalt insgesamt eher ein Verlustgeschäft als ein Profitbringer. Das ist jedoch unterkomplex. Die letzten Bundesregierungen waren immer eher an kurzfristigen Optimierungen von Steuereinnahmen interessiert, als an einer Stärkung der Wirtschaft. Sonst würden Kennzahlen wie das BIP-Wachstum etc. anders aussehen.

Spritpreise und Politik sind komplex vernetzt
Zudem hat die grün-rot-schwarze Kartellpolitik ein Interesse an Spritpreisen, die sich auf hohem Niveau einpendeln:
- Strategische Schützenhilfe: Hohe Marktpreise „erledigen“ die klimapolitische Lenkungswirkung, ohne dass die Politik die CO₂-Steuer unbeliebt schnell anheben muss.
- Versteckte Preistreiber: Die schrittweise Erhöhung der CO₂-Abgabe wird im Rauschen der großen Preissprünge durch Konzerne und Krisen für den Bürger fast unsichtbar.
- Das Paradoxon: Während die Regierung offiziell Preissenkungen fordert, spielt ihr das hohe Preisniveau bei der Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor (CO₂-Einsparung) in die Karten.
Ölkonzernlobby geht im Bundestag ein und aus
Während dem Bürger ein Lösungsfindungstheater vorgespielt wird, knallen hinter verschlossenen Türen die Korken und Ölkonzernlobby und Bundesregierung beglückwünschen sich. Ein „Tankstellenberater“ verriet bei WELT2, dass die im „Wirtschaftsverband Fuels und Energie e. V.“ (en2x) zusammengefassten Unternehmen sich eng abstimmen würden, mit welcher Preisstrategie man am Markt vorzugehen habe. Das klingt nach einem Preiskartell. Eigentlich verboten. In en2x finden wir die großen Tankstellennamen wie Avia, BP (Aral), Esso, Jet, OMV oder Shell. Weiters führt der Berater aus, dass diese Konzerne und ihr Verband en2x mit einer Vielzahl an Hausausweisen im Bundestag ein- und ausgehen würden.
Machen wir uns daher keine Hoffnung, dass die Politik auf niedrige Spritpreise setzt oder das Bundeskartellamt am Ende wirklich etwas macht. Zwar hat das Bundeskartellamt seit dem 1. April 2026 deutlich schärfere Zähne (Beweislastumkehr). Es bräuchte aber mehr: die reale Zerschlagung der Machtstrukturen zwischen Raffinerien und Tankstellen, damit freie Tankstellen endlich wieder eine echte Chance haben, die Preise der großen Ketten zu unterbieten. Das wird unter diesen Umständen aber nicht passieren.
Wirtschaftsweise Schnitzer: Den Grundkurs VWL verpennt
Wegen des im Raum stehenden Preiskartells (die Ermittlungen laufen noch), des unbestrittenen Oligopols und der Tatsache, dass wir real beobachten können, dass die Spritpreise durchgängig hoch sind und kein Wettbewerb stattfindet, verwirren unqualifizierte Aussagen angeblicher Experten. Allen voran die „Wirtschaftsweise“ Monika Schnitzer. Die meinte im „Morgenmagazin“ von ARD/ZDF, dass der hohe Preis eine „Knappheitsanzeige“ sei, auf den mit weniger Verbrauch und Ausbau erneuerbarer Energie reagiert werden müsse3.
Die Aussage von Frau Schnitzer ist natürlich falsch: Der Spritpreis in Deutschland fungiert nicht als klassisches Signal für tatsächliche Knappheit, da er maßgeblich durch staatliche Steuern, CO₂-Abgaben und die Preisstrategien eines engen Oligopols verzerrt wird. Eine volkswirtschaftliche Preis-Mengen-Funktion verliert hier ihre Aussagekraft, da sie einen vollständigen Wettbewerbsmarkt voraussetzt, der durch die Marktmacht weniger Konzerne und massive regulatorische Eingriffe faktisch nicht existiert. Die „weise“ Frau Schnitzer entpuppt sich als wenig sachverständig und als eine rein ideologische Stellenbesetzung.
Medialer Druck: Fehlanzeige
Und weil der Staat profitiert, bekommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) auch die Ansage, nicht gegen die Ölkonzerne Stimmung zu machen. Und wenn das nicht der Grund ist, dann ist es die politisch-demografische Zusammensetzung des etablierten Journalistentums: Hier dominieren die Wähler von Grünen und SPD – sie stammen aus der urbanen Wohlfühl-Bionade-Bourgeoisie. Für diese Leute sind Auto und Öl Teufelszeug. Alles, was dessen Untergang beschleunigt, ist gut. Deswegen gibt es auch keinen medialen Druck auf Senkung der Spritpreise oder kritische Interviews mit den Ölkonzernen und ihrer Lobby. Die Rolle der Ölmultis als einflussreiche Anzeigenkunden und Partner bei der „Energiewende“ dämpft die kritische Distanz vieler Leitmedien zusätzlich.
Spezifische deutsche Gründe
Während die Rohölpreise am Weltmarkt für alle gleich sind, hat sich Deutschland im Frühjahr 2026 daher als Hochpreisinsel in Europa zementiert. Experten machen hierfür einen spezifischen „deutschen Mix“ aus staatlichen Vorgaben und verkrusteten Marktstrukturen verantwortlich. Das macht sich anhand der Preise bemerkbar:
Spritpreise in Europa (Durchschnittswerte April 2026)
| Land | Super E5 / E10 (pro Liter) | Diesel (pro Liter) | Besonderheiten / Trends |
| Deutschland | 2,22 € – 2,28 € | 2,15 € | Rekordhoch durch CO₂-Preis-Erhöhung & 12-Uhr-Regel |
| Niederlande | 2,29 € – 2,35 € | 2,08 € | Traditionell Spitzenreiter durch extrem hohe Akzisen |
| Dänemark | 2,20 € | 2,05 € | Hohes Preisniveau bei hoher Kaufkraft |
| Frankreich | 2,05 € | 1,98 € | Preisdruck durch starke Supermarkt-Tankstellen |
| Österreich | 1,78 € | 1,75 € | Günstiger durch niedrigere Mineralölsteuer als in DE |
| Luxemburg | 1,72 € | 1,65 € | Staatliche Höchstpreise (Modellfall) |
| Tschechien | 1,62 € | 1,58 € | Beliebtes Ziel für Tanktourismus aus Sachsen/Bayern |
| Polen | 1,45 € | 1,48 € | Niedrigste Steuersätze in Zentraleuropa |
Die Gründe für die international überdurchschnittlichen Preise in Deutschland im Überblick:
- Rekord-Abgabenlast: Mit einer fixen Energiesteuer von 65,45 Cent (Benzin) oder 47,04 Cent (Diesel) sowie der 2026 erneut gestiegenen nationalen CO₂-Abgabe (ca. 19–21 Cent pro Liter) fließt weit mehr als jeder zweite Euro an der Zapfsäule direkt in den Bundeshaushalt.
- Doppelbesteuerung: Da die Mehrwertsteuer von 19 % auf den Brutto-Endpreis erhoben wird, besteuert der Staat indirekt auch die bereits enthaltene Energiesteuer und CO₂-Abgabe – ein Effekt, der die Preise zusätzlich nach oben treibt.
- Mangelnder Wettbewerb: Der deutsche Markt wird von einem Oligopol weniger Mineralölkonzerne dominiert. Diese kontrollieren nicht nur die Tankstellen, sondern auch die Raffinerien. Dies führt dazu, dass freie Tankstellen kaum Spielraum für echte Preissenkungen haben, während die Großen ihre Preise oft nahezu zeitgleich anpassen.
- Strukturelle Nachteile: Im Gegensatz zu Ländern wie Frankreich fehlen in Deutschland flächendeckend günstige Supermarkt-Tankstellen, die den Preisdruck auf die großen Ketten erhöhen könnten.
- Festhalten an grüner Klimalüge: Ist es nicht das Interesse der Politik an hohen Steuereinnahmen, sind es grüne Ewiggestrige, die immer noch an ihrer Klimareligion festhalten. Gerade in Deutschland sind – wie so oft in der Vergangenheit – orthodoxe Betonköpfe am Werk, die dem Autofahrer ideologisch bedingt schaden wollen.
Der Deutsche lässt es mit sich machen
Trotz Rekordpreisen bleibt es auf deutschen Straßen auffallend ruhig. Während in den Nachbarstaaten die Angst vor neuen Massenprotesten umgeht, zeigt sich in der Bundesrepublik eine spezifische Form der „stillen Erdulder-Mentalität“. Der europäische Vergleich offenbart tiefe kulturelle Gräben:
- Frankreich – Die Rückkehr der „Gelbwesten“: Im Nachbarland reicht oft ein kleiner politischer Funke für einen Flächenbrand. Angesichts der durch den Iran-Krieg ausgelösten Preisexplosion rüsten sich die „Gilets Jaunes“ erneut zum Widerstand. Die französische Protestkultur setzt auf die direkte Konfrontation: Blockaden von Raffinerien und Mautstellen erzwingen dort regelmäßig schnelle staatliche Milliarden-Eingriffe.
- Osteuropa & Italien: In Polen und Tschechien sowie in Italien führen Preissprünge häufig zu spontanen Lkw-Blockaden oder landesweiten Streiks der Tankstellenpächter. Hier wird das Auto als existenzielles Freiheitsgut verteidigt, dessen Bezahlbarkeit Vorrang vor langfristigen Klimazielen hat.
- Deutschland – Protest im Digitalen und an der Urne: Der deutsche Widerstand findet bevorzugt institutionell statt. Statt Barrikaden zu bauen, unterzeichnen Bürger Online-Petitionen für eine „Spritpreisbremse 2026“ oder delegieren den Ärger an Verbände wie den ADAC. Einzig die politische Rechte nutzt das Thema für aggressive Kampagnen, was wiederum viele Bürger aus der Mitte davon abhält, sich dem Protest auf der Straße anzuschließen (Brandmauer-Dilemma).
- Staatliche Befriedungstaktik: Die Bundesregierung hat aus den Unruhen von 2022 gelernt. Durch das schnelle Inkrafttreten der 12-Uhr-Regel am 1. April 2026 und die ständige Kommunikation über „Markttransparenz“ wird dem Bürger das Gefühl vermittelt, der Staat greife regulierend ein – auch wenn das Preisniveau durch CO₂-Abgaben und Steuern (über 60 % des Endpreises) politisch gewollt hoch bleibt.
In Deutschland hat die Politik die moralische Deutungshoheit über den Spritpreis gewonnen. Wer protestiert, gilt schnell als „Gegner der Verkehrswende“. Solange der Unmut nur in Spritpreis-Apps und sozialen Netzwerken verpufft, hat die Regierung wenig Druck, die hohe Steuerlast tatsächlich zu senken.
Zu den schlechten Lösungen der Spritpreise-Krise
- Kurzfristige Steuererleichterungen wären zwar generell zu begrüßen, aber es ist nicht sicher, dass die Ölkonzerne diese Steuererleichterungen auch an uns Kunden weiterreichen.
- Steuerliche Absetzungsmöglichkeiten oder staatliche Zuschüsse zu den Spritpreisen fördern am Ende die Preisexzesse und stabilisieren den Preis auf hohem Niveau, weil der öffentliche Druck auf Preissenkungen ausbleibt.
- Das Österreich-Modell mit einer einmaligen täglichen Preisanpassung ist nach hinten losgegangen. Es verhindert, dass gerade freie Tankstellen taktische, kurzfristige Preissenkungen anbieten können.
- Auch die Übergewinnsteuer ist keine Lösung. Die Ölkonzerne geben jegliche zusätzlichen Steuerbelastungen an den Kunden weiter. Gleichzeitig wird das staatliche Interesse an noch mehr Einnahmen zur Preisspirale. Durch Gewinnverlagerung können die internationalen Ölkonzerne ihren Gewinn ohnehin ins Ausland verlagern.
- „Gestärktes Kartellamt“: Das Kartellamt ist ein zahnloser Tiger. Die Ölkonzernlobby geht bei den Parlamentariern und Regierungsvertretern mit Bundestagsausweisen ein und aus. Am Ende sind Regierung und Ölkonzern „partners in crime“, wenn es darum geht, den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
- Mehr E-Mobilität: Woher soll der preiswerte Strom dafür denn kommen? Deutschland ist durch den Energiewendemurks vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden. Die Strompreise hierzulande sind die teuersten der Welt.
Zu den guten Lösungen der Spritpreise-Krise
- Langfristige Steuersenkungen: Die müssen unweigerlich her. Der Einnahmenhunger der BRD ist ein großes Problem. Der Staat muss seine Ausgaben senken, wie NGO-Finanzierung, dem aufgeblähten Staatsdienst, unsinnige Förderprojekte usw.
- Besserer öffentlicher Verkehr: Statt hunderte Milliarden für die Ukraine, Israel, linke NGOs oder Migranten zu verpulvern, muss das Geld in die Optimierung von Bus und Bahn fließen.
- Der Wettbewerb im Tankstellenbereich muss gesteigert werden. Das Oligopol muss aufgelöst werden.
- Das Luxemburg-Modell mit einer staatlich festgelegten Maximalpreisgrenze muss her.
- Ergänzend wären staatliche Tankstellen eine Methode, das Oligopol und seine privaten Gewinninteressen aufzubrechen.
- Biokraftstoffe: Die Herstellung von Biodiesel oder Ethanol aus Nutzpflanzen (Raps, Mais, Zuckerrohr) ist aufwendiger und teurer als das einfache Raffinieren von fossilem Rohöl. Mit der Skalierung von Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation (aus Reststoffen wie Altspeiseöl, Stroh oder Algen) sinken die Produktionskosten aber langfristig, was sie wettbewerbsfähiger gegenüber fossilem Öl macht. Es ergeben sich natürlich ethische Fragen wie der Wettbewerb mit der Lebensmittelproduktion, was aber lösbar ist. Biokraftstoffe sind mittel- bis langfristig ein Weg in die strategische Unabhängigkeit vom Öl.
Fazit
Ölpreistreibende Krisen gab es immer wieder. Im aktuellen Fall verantwortet aber vor allem Israel die Situation. Die europäischen Staaten geben aber unterschiedliche Antworten: Während sich andere europäische Länder schon lange von der ökosozialistischen Irrlehre gelöst haben, hält die deutsche Kartellpolitik an „Energie- und Verkehrswende“ (also dessen Ruin) fest. Der Wille fehlt, den Sprit günstiger zu machen, durch Steuersenkung und Zerschlagung des Anbieter-Oligopols.
Die hohen Spritpreise (und auch Strompreise) weisen Deutschland im internationalen Vergleich als wirtschaftlichen Alleingänger aus. Wieder Sonderweg. Und deswegen werden sich Sprit- wie auch Strompreise in Deutschland auf hohem Niveau verfestigen. Am Ende liegt das an dem mangelnden politischen Druck aus dem Volk. Das wehrt sich nicht und lässt die Dinge mit sich geschehen. Derweil wäre eine Änderung des Wahlverhaltens nicht nur eine Chance auf politische, sondern auch auf eine monetäre Verbesserung. Denn anders als ein kürzlicher Kommentar in der „Frankfurter Rundschau“4 sind wir schon der Meinung, dass die Deutschen ein Recht auf günstigen Sprit haben. Weil alles andere sozial ungerecht ist. Und weil der teure Sprit auf staatliche Fehlsteuerung und Marktversagen zurückzuführen ist. Da hat der Staat sogar die Pflicht, einzugreifen.
Das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StabG) von 1967 verpflichtet Bund und Länder in Deutschland zu einer Politik, die Preisniveaustabilität, hohen Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges Wachstum sichert. Teure Sprit- und Strompreise verhindern Preisniveaustabilität, Beschäftigung und Wachstum.
Unsere Empfehlung:

TIPP DER REDAKTION: Sascha von Aichfriede: Marla – Die Wunderheilerin. Erhältlich im DS-Verlag. Ein literarisches Monument gegen den Ökosozialismus und für die Aufklärung. 292 Seiten, Festeinband, 25,00 EUR.
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Nachtrag 13.04.2026: Die Bundesregierung hat über das Wochenende auf einem Krisengipfel Maßnahmen beraten, nach langer Untätigkeit, während Nachbarstaaten effektive Lösungen umgesetzt hatten. Die Bundesregierung senkt die Energiesteuer für Diesel und Benzin um jeweils ca. 17 Cent brutto pro Liter für einen auf zwei Monate begrenzten Zeitraum. Union und SPD wollen es zudem den Arbeitgebern ermöglichen, Krisen-Boni von bis zu 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei an ihre Beschäftigten zu zahlen.
Das sind die genau die schlechten Lösungen. Es ändert nichts an den strukturellen Problemen des Marktes. Wir werden sehen, ob die Ölkonzerne die Energiesteuersenkung weitergeben oder nicht mit neuen Ausreden einkassieren. Da die USA jetzt selbst die Straße von Hormuz blockieren wollen, ist die nächste Spritpreiserhöhung schon absehbar. Die Bundesregierung will die Maßnahme übrigens mit Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung und der Einkommenssteuer kombinieren. Das hört sich wie eine Drohung an und ist es wahrscheinlich auch.
■ Gastbeitrag von Sascha von Aichfriede
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1 https://deutsche-stimme.de/israel-gegen-den-iran-und-deutschland-wird-bezahlen/ [11.04.2026].
2 https://www.welt.de/politik/deutschland/video69cb862d54f8bff84c532c1c/spritpreispaket-glaube-nicht-daran-dass-es-zu-einer-signifikanten-preissenkung-an-den-zapfsaeulen-fuehren-wird.html [11.04.2026].
3 https://www.zdfheute.de/wirtschaft/spritpreise-kritik-regierung-erneuerbare-schnitzer-100.html [11.04.2026].
4 https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/es-gibt-kein-recht-auf-billigen-sprit-f%C3%BCr-die-deutschen/ar-AA20z8vg?ocid=winp1taskbar&cvid=47fce78b8dd74f74a55ac5a789984c8c&ei=14 [11.04.2026].


