Wut. Kommt jetzt der Aufstand West? – Unser Heft zum Super-Wahl-März. Im März 2026 kommt es zu Wahlen in West-Ländern mit insgesamt knapp 35 Millionen Einwohnern – in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Damit kommt es zu Abstimmungen in Bundesländern mit insgesamt knapp 35 Millionen Einwohnern. In unserem AUFGEWACHT-Heft zum „Aufstand West“ stellen wir mit Blick auf Hessen und Bayern die Mosaik-Rechte vor, die es dort auf kommunaler Ebene jenseits der AfD noch gibt und befragen den bekannten Anwalt und Influencer Dubravko Mandic zum Stand der Dinge im Westen. Hier bestellen!
Zur Analyse des Wahlergebnisses in Baden-Württemberg ist vor allem auch ein Blick auf das dortige Landesergebnis der Bundestagswahl 2025 hilfreich.

Hier fällt als erstes ins Auge, dass die AfD bei der Bundestagswahl im Februar 2025 im „Ländle“ noch satte 19,8 Prozent erzielen konnte und damit nur ein Prozent unter ihrem damaligen Bundesergebnis von 20,8 Prozent blieb. Jetzt liegt die AfD in bundesweiten Umfragen zwischen 23 und 25 Prozent und konnte bei der Landtagswahl nur 18,8 Prozent erreichen. Das zeigt, dass man das AfD-Ergebnis vom Sonntag allenfalls als solide, ganz sicher aber nicht als berauschend bezeichnen kann. AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier lieferte eine schwache Performance ab, turnte ganz kurz vor dem Wahltermin noch in den USA herum und war im Land selbst nicht einmal wählbar (!). Das hat deutliche Bremsspuren im Wahlergebnis hinterlassen.
Katastrophe für das BSW
Noch deutlichere Schwächezeichen sendet der Vergleich der Wahlergebnisse im Fall der Linkspartei. Sie kam bei der Bundestagswahl in Baden-Württemberg noch auf 6,8 Prozent und rutschte nun auf 4,4 Prozent ab. Selbst die Absenkung des Wahlalters im „Ländle“ auf 16 Jahre konnte der im Jungwählerspektrum besonders starken Linkspartei nicht mehr helfen. Es stellt sich die Frage, ob die Erfolge der Linkspartei in 2025 nicht zuletzt auf den TikTok-getriebenen Hype um die mittlerweile durch eine Dienstwagenaffäre deutlich angeschlagene Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek zurückzuführen waren und nicht nachhaltig sind. Hier wird man die Entwicklung weiter beobachten müssen.

Zappenduster sieht es für das BSW aus. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 kam die Wagenknecht-Partei in Baden-Württemberg immerhin noch auf 4,1 Prozent, bei der Landtagswahl waren es jetzt nur noch 1,4 Prozent. Den Kampf um die Wähler in Westdeutschland scheint das BSW verloren zu haben, bevor er so richtig begonnen hat. Im September wird sich bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern das Schicksal der Gesamtpartei entscheiden.
■ Arne Schimmer
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