Werden bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl die Friedensparteien erneut gut abschneiden? Nach der Kriegserklärung von Merz an Russland: Die Geschichte mahnt. Immer wieder hatte die Gegnerschaft europäischer Nationen zu Russland fürchterliche Folgen. In unserem brandneuen Heft „Untergang: Schon wieder Krieg gegen Russland?“ zeigen wir die Gefahr auf. Jochen Stappenbeck analysiert, warum ein „begrenzter Atomkrieg“ näher rückt, Peter Schreiber untersucht die Drohnen-Panik und es gibt einen Text über die „neuen Schlafwandler“. Außerdem ein Interview mit dem Filmemacher Mario Nieswandt über seinen neuen Film „WARUM ICH – Wolf D. Kroll“. Dazu vieles, vieles mehr wie ein Interview mit dem Lyriker, Musiker und „Barditus“-Frontmann Uwe Nolte. HIER bestellen!
Oliver Niedrich, geb. 1987, trat 2009 der damaligen Jugendorganisation der DVU bei. 2010 erfolgte der Übertritt in die NPD, wo er 2012 zum Leiter des Materialdienstes der Partei wurde. Seit 2024 ist er Bundesvorstandsmitglied von DIE HEIMAT und seit 2019 stellvertretender Landesvorsitzender der Partei in Berlin. Wir sprachen mit Niedrich über den anstehenden Antritt der HEIMAT zu den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus.
Hier stellt sich die HEIMAT in den Bezirken Lichtenberg sowie Treptow-Köpenick zur Wahl für das Abgeordnetenhaus sowie die jeweilige Bezirksverordnetenversammlung.
DIE HEIMAT wird zu den anstehenden Berliner Landtagswahlen nur in ausgewählten Bezirken der Stadt antreten, ebenso bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen. Wieso hat man sich für diese punktuellen Antritte entschieden?
Die Berliner HEIMAT konzentriert sich derzeit erfolgreich auf den Aufbau neuer Strukturen und die Ausbildung neuer Führungskräfte. Die Abgeordnetenhauswahl sowie die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen nutzen wir primär als Arbeitseinsatz zur praktischen Erfahrungsgewinnung für die jungen Kameraden sowie als Ermittlung des Stimmungsbildes in den jeweiligen Bezirken. Ist der Name HEIMAT bereits beim Volk durchgedrungen? Wie stehen die Bürger zu unseren Zielen? In einigen Bezirken sehen wir Potential für einen Wahlerfolg, weswegen wir dort auch unsere Ressourcen und unser Personal konzentriert einsetzen. Das Ergebnis ist beinahe zweitrangig, den motivierten Aktivisten in sämtliche Einsatzgebiete des politischen Kampfes einzuführen steht im Mittelpunkt.
Berlin ist eine Stadt, in der völlig unterschiedliche Lebenswelten in den sehr verschieden geprägten Kiezen aufeinandertreffen. Mit welchen Themen will DIE HEIMAT in den einzelnen Bezirken punkten?
Im Landesvorstand haben wir uns auf die Themen Remigration, Wohnraum sowie die aufgezwungene Rundfunkgebühr geeinigt, obwohl die Probleme dieser Stadt natürlich nahezu zahllos sind. Aber auch mit anderen Aktionsformen wollen wir etwas Aufsehen erregen. So haben wir bereits im Vorfeld mit Aktionen gegen betrügerische Zigeunerbanden, die Anti-Auto Politik des Senates sowie den respektlosen Umgang unserer Wahrzeichen auf uns und diese Probleme erfolgreich aufmerksam gemacht. Je nach Bezirk finden wir noch weitere kleinere Themen, welchen den Bürgern direkt vor Ort aber ein Dorn im Auge sind.
„Berlin zurück in die Spur bringen“
Berlin leidet unter extremen Problemen wie Wohnungsnot, Vermüllung und Verarmung, deutsche Pässe werden hier besonders radikal verramscht und dennoch fahren linke Parteien hier trotz ihres Totalversagens immer wieder aufs Neue tolle Ergebnisse ein. Ist gegen die Dauerkrise der Stadt denn überhaupt ein Kraut gewachsen?
Wie in allen Ballungszentren der Welt sind auch in Berlin eher fantastische und utopische Vorstellungen eines unbekümmerten und konsequenzlosen Lebens extrem ausgeprägt. Wir machen uns keine Illusionen, dass wir Berlin allein wieder zurück in die Spur bringen können. In meinen Augen beginnt der Umschwung von den ländlichen Gebieten, in denen die Menschen gezwungen sind, die richtigen Entscheidungen im sozialen wie wirtschaftlichem Leben zu treffen. Wir versuchen aber mit unserer Arbeit so viele Menschen wie möglich zu erreichen, um zu zeigen, dass sie in dieser verrückten Stadt mit ihrem vernünftigen Lebensbild nicht allein stehen. Wir erhalten unsere Strukturen so gut wie nur möglich aufrecht, bis auch in Berlin ein neuer Zeitgeist eingezogen ist und wir am Ende womöglich das Zünglein an der Waage sein werden.

Du warst in der Vergangenheit bei Schutzzonen-Aktionen oder Demonstrationen gegen Kriminalität und Armutszuwanderung aktiv. Wie sieht Dein Konzept für mehr Sicherheit in Berlin aus?
Bereits vor vielen Jahren waren genau das meine Kernanliegen. Neben der „herkömmlichen“ Kriminalität, welche in der Stadt immer extremere Formen annimmt, gibt es noch große mafiöse Strukturen, die sich auf Trickbetrügerei und Taschendiebstahl in den Touristengebieten spezialisiert haben. Berlin lebt auch von den zahlreichen Besuchern, die Ihr Geld lieber in unseren Restaurants und Hotels ausgeben sollen, anstatt es der Bettelmafia aus Osteuropa zu überlassen.
Damals wie heute habe ich gemeinsam mit Kameraden in den entsprechenden Gebieten „Spaziergänge“ organisiert, um die Bürger und Touristen vor diesen Kriminellen zu warnen und die Polizei zu rufen – und das mit enormem Erfolg. Mit wenig Mitteln konnten wir uns bereits einen derartigen Ruf bei der Mafia verschaffen, dass diese schon bei Sichtkontakt fluchtartig ihre Räume verlässt. So einfach könnte auch die Polizei mit nur wenigen Beamten eine ganze Betrüger-Industrie bekämpfen. Doch weder die Polizei-Führung noch die einzelnen Beamten sind daran interessiert, was mir auch in Einzelgesprächen mit Polizisten bestätigt wurde. So ist also der Bürger gezwungen, selbst aktiv zu werden, wenn er diese sichtbaren Betrügereien nicht tatenlos geschehen lassen will.
Der Berliner Landesverband der HEIMAT hat mit der Gruppe „Deutsche Jugend voran“ (DJV) zusammengearbeitet. Jetzt ist diese als angeblich kriminelle Organisation eingestuft worden, es gab zahlreiche Razzien. Muss man aus Deiner Sicht hier von staatlichen Repressionen sprechen oder haben die Vorwürfe eine nachvollziehbare Grundlage?
In Berlin gibt es etwa ein halbes Dutzend neue patriotische Jugendgruppen, die ihrem instinktiven Verlangen nachgehen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas für ihre Heimat zu tun. Mit den meisten Gruppen haben wir Kontakt. Erst als die engere und intensivere Zusammenarbeit zwischen der HEIMAT und der DJV offenkundig wurde, stürzten sich die Medien auf diesen „besorgniserregenden Zusammenschluss“ und der Fokus des Staates fiel entsprechend auch auf unsere Mitstreiter. Wenn eine Person aus einem Pool von 50 Leuten in einen handfesten Streit verwickelt wird, sollen sämtliche Mitstreiter in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Organisation wie die DJV lässt sich daher schnell einfach mal verbieten und die Hausdurchsuchungen sowie andere Einschüchterungsversuche sollen bei den noch unerfahrenen Jugendlichen den Willen brechen. Leider hat diese Taktik teilweise Erfolg. Wir haben jedoch bereits im Vorfeld mit dieser Entwicklung gerechnet und einen Großteil derjenigen DJV-Mitglieder, die zu uns passen, auch zu HEIMAT-Mitgliedern gemacht. Bei uns haben die Aktivisten mehrere Rechtschulungen erhalten und haben jederzeit die Möglichkeit, unter der Flagge der HEIMAT für ihre Heimat einzustehen.
„Neue Generation wird sich entwickeln“
Ist nationale Jugendarbeit in dem derzeitig herrschenden extremen Klima staatlicher Repression noch möglich?
Es wird uns in der Tat schwer gemacht, wenn Zivilpolizisten und Verfassungsschutz unseren Leuten auf dem Heimweg von der Schule oder der Arbeit auflauern und eine Drohkulisse aufbauen. Für den einen oder anderen sind solche Erfahrungen zu beeindruckend und sie ziehen sich zurück. Doch ein Großteil der Jungs und Mädels lässt sich von ihrem Einsatz nicht abbringen und weiß auch die rechtlichen Vorteile zu schätzen, welchen Ihnen eine HEIMAT-Mitgliedschaft bringt. Durch das Kapitel mit der DJV haben wir enorm talentierte und motivierte Aktivisten in unseren Reihern verankern können. Und wenn wir ältere Hasen es in den nächsten Jahren richtig anstellen und der Jugend durch unsere Erfahrung die richtigen Ratschläge und entsprechende Euphorie für den Kampf für unser Land mit auf dem Weg geben, kann sich daraus die neue Generation entwickeln, welche in 10 oder 20 Jahren dann die notwendigen Entscheidungen treffen wird, wenn sich auch in einem derzeit deutschfeindlichen Ort wie Berlin der Wind sich einmal gedreht hat.
Wir bedanken uns für das Gespräch!
■ Das Interview wurde von Arne Schimmer geführt.
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