Stefan Hartung, OB-Kandidat der FREIEN SACHSEN für Aue - Bad Schlema, bei seiner Rede auf der Demonstration zum 1. Mai 2026.

Wichtige Urnengänge: Wahlen von Aue bis Görlitz

Chefsessel zu vergeben

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Bis zu den nächsten Kommunalwahlen sind es noch drei Jahre hin, doch auch 2026 steht in Sachsen am 10. Mai ein kleiner Wahlsonntag an. Mehrere Chefsessel in den Rathäusern, darunter in vier großen kreisangehörigen Städten quer durch den Freistaat, werden neu vergeben. Und überall gibt es Herausforderer aus dem konservativen und / oder patriotischen Lager, die sich durchaus Hoffnungen auf einen Erfolg machen können. Von der Konservativen Mitte über die AfD bis zu den FREIEN SACHSEN.

Aue-Bad Schlema: Stefan Hartung, der Favorit

Sein Name ist spätestens seit den Lichtelläufen 2013, bei denen tausende Menschen gegen eine Asylunterkunft in Schneeberg auf die Straße gingen und den Grundstein für zukünftige Straßenprotestbewegungen legten, im Erzgebirge bekannt: Stefan Hartung, Motor des Widerstandes in der Region, organisiert regelmäßig Proteste, seinerzeit etwa auch gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen oder aktuell gegen die irrsinnige Ausplünderungspolitik unserer Regierung. Als Kommunalpolitiker hat der Mittdreißiger trotz seines Alters zudem mehr als 15 Jahre Erfahrung. Wäre seine Heimatgemeinde Bad Schlema nicht mit Aue zwangsfusioniert worden, würde ihr heute wohl Hartung als Bürgermeister vorstehen – denn bereits bei der Bürgermeisterwahl 2019 gewann er diesen Teil von Aue-Bad Schlema deutlich.

Kommunalpolitik Mandatsträger
Stefan Hartung, Stadt- und Kreisrat der FREIEN SACHSEN, bei seinem Vortrag vor dem Kommunalpolitischen Forum. Foto: Privat.

In Aue selbst, wo Hartung damals noch nicht über die gleiche Vernetzung verfügte, war das Ergebnis niedriger, insgesamt erzielte er dennoch bereits vor sieben Jahren vorzeigbare 18 Prozent. Gegen den Noch-Amtsinhaber Heinrich Kohl, einen CDU-Parteiveteran, der jetzt endlich in seinen – nicht verdienten, aber gesetzlich vorgeschriebenen – Ruhestand geht. Ohne Amtsinhaberbonus und vor allem mit einer massiven Kümmererarbeit, die Hartung und seine Mannschaft in den letzten Jahren in Aue geleistet haben (allein in dieser Stadt werden zwei Bürgertreffpunkte der FREIEN SACHSEN betrieben), ist ein Erfolg längst nicht ausgeschlossen. Und das trotz Konkurrenzkandidatur der AfD in Runde 1, denn bereits bei der Landratswahl 2022 landete Hartung mehrere Prozentpunkte vor dem blauen Kandidaten, trotz des Rückenwinds, welche dessen Partei durch den Bundestrend erfährt.

Dass Hartung nichts dem Zufall überlassen möchte, zeigt sein professioneller Wahlkampf, der bereits seit Jahresbeginn andauert: Überall in der Stadt sind große Banner zu finden (schon lange, bevor Plakate aufgehangen werden durften), mehrmals wurden bereits flächendeckend Informationsflugblätter verteilt, wöchentlich veröffentlicht der FREIE SACHSEN– Kandidat in sozialen Netzwerken Videos, die tausende von Menschen erreichen. Dieser Rückhalt könnte reichen, um in der ersten Runde vor den übrigen Kandidaten zu liegen. Dann wird sich zeigen, wer im zweiten Urnengang, der Anfang Juni 2026 erfolgt, mit Hartung in eine wahrscheinliche Stichwahl ziehen wird, CDU oder Freie Wähler. Oder beide, dann könnten bereits 35 bis 37 Prozent reichen, um zu gewinnen. Und das ist nicht unmöglich.

Döbeln: Sven Hofmann, der Herausforderer

Das mittelsächsische Döbeln ist eine typisch CDU-regierte Stadt: Die von oben oktroyierte Politik wird nach unten weitergegeben. Oberbürgermeister Sven Liebhauser zählt dabei zur Sorte fleißiger Abnicker, der sich zwar in seiner Heimat nur noch überschaubarer Beliebtheit erfreut (bei seiner Kandidatur als mittelsächsischer Landrat erhielt der Unionskandidat in seiner Heimatstadt – für einen amtierenden Rathauschef eher magere – 24,7 Prozent), aber es trotzdem einige Jahre zuvor zum Verwaltungschef brachte. Nun muss er sich seiner Wiederwahl stellen. Herausgefordert unter anderem von Sven Hofmann, der für die FREIEN SACHSEN ins Rennen geht. Als Mann aus dem Volk, der – abgesehen von einer Kandidatur zur Stadtratswahl im Jahr 2024 – bisher zwar wenig mit dem bürokratischen Klein-Klein eines Verwaltungsapparates in Berührung gekommen ist, dafür aber als Berufskraftfahrer täglich erlebt, wo den Menschen der Schuh drückt. Und der genau diese Themen aufgreift, sei es Abzocke durch Steuern auch auf kommunaler Ebene oder eine familienfeindliche Politik. Mit dem in seinem Wahlkampf gegebenen Versprechen, es besser machen zu wollen.

Tatsächlich dürfte Sven Hofmann zumindest ein starkes Ergebnis einfahren, denn die örtliche AfD hat keinen eigenen Wahlvorschlag ins Rennen geschickt, so dass sich die konservativ-patriotischen Stimmen auf den FREIE SACHSEN– Kandidaten vereinen werden, neben dem auch noch das BSW, eine lokale Wählerinitiative und natürlich CDU-Amtsinhaber Sven Liebhauser auf dem Stimmzettel zu finden sind. Sollte es Letzterem nicht gelingen, in der ersten Runde zu gewinnen, können die FREIEN SACHSEN mit einem guten Wahlergebnis entweder selbst zum zweiten Urnengang schreiten oder – wie 2025 erfolgreich in Heidenau praktiziert – Königsmacher eines Alternativkandidaten zum Parteienkartell werden.


Dippoldiswalde: Marcus Wünschmann, der Überraschende

Die Konservative Mitte ist außerhalb des Landkreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge über das politisch interessierte Spektrum hinaus kaum bekannt, aber ein Blick lohnt sich durchaus: Nachdem der Freitaler Oberbürgermeister Sven Rumberg Ende der 2010er-Jahre mit dem Migrationskurs der CDU gebrochen hatte, gründete er das Wählerbündnis, welches sich inhaltlich zwischen CDU und AfD ansiedeln lässt, aber bei Sachentscheidungen in lokalen Gremien auch keine Berührungsängste mit anderen patriotischen Initiativen, etwa den FREIEN SACHSEN, zeigt. Dieser Mut wird belohnt: Bei der Oberbürgermeisterwahl 2022 wurde Rumberg mit mehr als 60 Prozent der Stimmen wiedergewählt, auch zur Kommunalwahl 2024 gelangen seiner Wählerinitiative Erfolge. Jetzt steht in Dippoldiswalde erstmals eine Oberbürgermeisterkandidatur außerhalb der Hochburg Freital an. Hier wird mit Marcus Wünschmann ein Kandidat gestellt, der zwar formell parteilos antritt, aber von der Konservativen Mitte, deren Mitglied er auch ist, unterstützt wird. Seine Kontrahentin in der früheren Kreisstadt des 2008 wegfusionierten Weißeritzkreises ist Oberbürgermeisterin Kerstin Körner, die bis vor kurzem ebenfalls in der CDU gewesen ist und die sich jüngst, wohl im Hinblick auf ihre Wahlchancen, ihres schwarzen Parteibuches entledigte. Ob es ihm gelingt, einen Überraschungserfolg zu erzielen, wird sich zeigen. Ausgeschlossen ist auch das nicht.

Görlitz: Sebastian Wippel, der Unvermeidliche

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – wahrscheinlich liegt genau darin die Erfolgsformel von Sebastian Wippel, der seit 2014 für die AfD im Landtag sitzt und zu den Pionieren der Partei in Sachsen gehört. Politisch ist er kritisch zu sehen. Wippel, im zivilen Leben zuvor Polizist, gehört nicht nur zu den treibenden Kräften, die den Unvereinbarkeitsbeschluss seiner Partei gegen die FREIEN SACHSEN stützen, sondern gilt auch als Law-and-Order-Fanatiker, der den Staatsapparat weiter aufrüsten möchte. In Görlitz verfügt der AfD-Kandidat allerdings über eine große Beliebtheit. Schon 2019 erzielte Wippel in der zweiten Wahlrunde gegen den späteren CDU-Oberbürgermeister Octavian Ursu knapp 45 Prozent, das bis dahin stärkste Ergebnis seiner Partei bei einer solchen Wahl. Zwar gilt ein Wahlerfolg in der ersten Runde – neben Ursu gibt es noch eine linksgrüne Kandidatin, die beim zweiten Urnengang vermutlich zugunsten des CDU-Mannes zurückziehen wird – zwar als unwahrscheinlich, aber im folgenden Zweikampf könnte es möglicherweise zu einer absoluten Mehrheit reichen. Dann hätte die AfD nicht nur den östlichsten Oberbürgermeisterpostens Sachsens, sondern auf Landesebene würde in der oppositionellen Innenpolitik auch ein Platz für jemanden frei werden, der ein kritischeres Verhältnis zum Handeln der BRD-Exekutive aufweist. Quasi eine „Win-Win“-Situation.

 Michael Brück

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