Die Zuwanderungsgesellschaft wird immer stärker zu einer autorassistischen Gesellschaft. Freiburg, Flensburg, Kandel, Mainz, Wien, Illerkirchberg, Brokstedt, Friedland: Unschuldige Frauen und Mädchen werden ermordet – und die Einwanderungspolitiker waschen ihre Hände in Unschuld. In unserer Ausgabe „Weiss, weiblich, tot: Die Jagd auf unsere Mädchen“ erinnern wir an die Tragödien der Messereinwanderung. Damit nichts vergessen wird! HIER bestellen!
Ein beachtlicher linguistischer Coup ist der ARD-Tagesschau am 77. Geburtstag des Grundgesetzes gelungen, indem sie von „Migranten und Nichtmigranten“ anlässlich eines „Mitmachtages“ in Potsdam sprach. Menschen deutscher Herkunft sind also definiert als ein Nicht-Etwas. Damit reiht die ARD sich ein in die philosophische Tradition der ersten beiden indoeuropäischen Hochkultursprachen, des Griechischen und des Sanskrit. In ihnen werden Nomen oft mit Verneinungspartikeln belegt, wenn erst über die Verneinung Licht in das kognitive Dunkel gebracht wird. So wird der unsichtbare Kern der Materie der „Unspaltbare“ (atomos, ins Lateinische als in-dividuum übertragen) genannt. In der Bhagavad Gita gibt es eine Vielzahl von Beschreibungen für den Leib-Seele-Dualismus.
Für uns materialistisch geprägten Abendländer (pardon: Nichtmorgenländer) ist dabei erstaunlich, dass dabei nicht der Geist, sondern die Materie über die Verneinung, eben als Nichtgeist, definiert wird. Denn sie ist das zu erkennende Objekt, das Leidtragende des Atman. Das „A“ in Atman geht allerdings auf die Wurzel „ad“ für „atmen“ zurück. Bestimmte Schulen wie die Advaita (Nichtzweiheit) sehen dennoch auch in Atman die Verneinung als das Nicht-Handelnde. Bekannte weitere Konzepte sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit) und Nirvana (Erlöschen des Traums). Die Verneinung erweitert den Interpretationsspielraum. Ebenso kann über Anarchie (Fehlen der Herrschaft) und Atheismus unendlich diskutiert werden. Das verneinte Nomen ist also in steter „Behandlung“ durch klarere Begriffe und Kräfte.
Ist das noch Mensch oder kann das weg?
Verneinung an sich sagt nichts über die Wertung aus, man denke an Nichtraucher und Raucher. Die Kategorie der Nichtraucher entsteht aber erst durch die Raucher, die neue Tatsachen schaffen, an die sich die anderen anpassen müssen.

Die Steuergeld-Rundfunkpropaganda projiziert eine gesetzte migrantische Normalität in die Gegenwart und fordert die Nichtmigranten implizit dazu auf, sich möglichst sinnvoll einzubringen. Eine betagte Dame äußert in der Sendung entsprechend zufrieden, dass sie nun mit dem Gefühl nach Hause gehen könne, etwas bewirkt zu haben. Wobei mit dieser Etikettierung eine Kastengesellschaft aufgebaut wird, da Nichtmigranten ja per Definition niemals vollwertige Migranten werden können, so sehr sie sich auch um Integration bemühen. Irgendetwas ist schief gelaufen in der Evolution. Ist das noch Kunst oder kann das weg? Ist das noch Mensch oder kann das weg? Das ist der genozidale Unterton dieser scheinbar beiläufigen Einstreuungen. Bitte mehr davon, auf dass aus immer mehr Nichtaufgewachten Nichtmehrschlafende werden!
■ Jochen Stappenbeck
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