Einen Schluss, den man aus den Ungarn-Wahlen ziehen kann, ist, dass dort das Modell „eine einzige Rechtspartei erobert den Staat und behält dann die Macht“, klar und deutlich abgewählt wurde. Die FREIEN SACHSEN setzen sich schon seit Jahren für Bündnisse und Allianzen innerhalb des patriotischen Spektrums ein, um es so insgesamt stabiler zu machen! Fünf Jahre unerschrockener Kampf für ein freies, starkes und souveränes Sachsen! Fünf Jahre Protest, Aktion und echte Gemeinschaft gegen das Regime! Im brandneuen AUFGEWACHT-Sonderheft „Fünf Jahre FREIE SACHSEN: Die Erfolgsgeschichte einer Bürgerbewegung“ blicken wir zurück – und voraus: Revolution in Weiß-Grün/Die Köpfe und Kämpfer der Bewegung/Unsere Erfolge in den Kommunen/Montagsproteste, Bürgerzentren, Arche Sachsen/Und warum Sachsen es auch allein kann! Viele exklusive Fotos, Interviews und Einblicke in fünf Jahre unbeugsamen Einsatz. HIER bestellen!
Der belgische Althistoriker, Philosoph und Buchautor David Engels, der vergleichende Zivilisationsgeschichte am Institut Catholique d’Études Supérieures (ICES) in der Vendée in Frankreich lehrt, hat sich mit einer ausführlichen Analyse zum Ausgang der Ungarn-Wahlen zu Wort gemeldet, die in dem katholischen Magazin „Leo“ auf der Essay-Plattform Substack erschienen ist.
Engels sieht in der Niederlage von Viktor Orbán ein epochales Ereignis, das sich schon seit mehreren Jahren angedeutet habe. Er schreibt:
So markiert das politische Ende von Viktor Orbán nach dem Sturz der polnischen PiS-Regierung im Jahr 2023, der Niederlage von George Simion in Rumänien im Jahr 2025 und dem Rücktritt der indirekt von Wilders geführten niederländischen Regierung im selben Jahr einen weiteren Schritt in der Umkehrung der populistischen Welle, die die Union seit der Migrationskrise von 2015 erlebt hat. Über ein Jahrzehnt lang fungierte Orbán als strategischer Anker eines losen und oft widersprüchlichen Bündnisses konservativer, „anti-woke“-Regierungen und -Parteien, in dem Souveränismus und die rhetorische Verteidigung des christlichen Westens einen instabilen und bisweilen chaotischen Kompromiss bildeten.
Da Orbán nun ins Abseits gedrängt wurde, hat die populistische Front, die einst drohte, die Union von innen heraus zu spalten, ihren unangefochtenen Anführer und einflussreichsten Akteur verloren, und die verbleibenden Persönlichkeiten der europäischen Rechten werden sich noch stärker an diese neue Realität anpassen müssen – vor allem Giorgia Meloni, die einst als Orbáns natürliche ideologische Partnerin galt und nun noch umsichtiger vorgehen muss, um ihre Partei Fratelli d’Italia in die konservative Mainstream-Familie zu integrieren.
„Chance zur Erneuerung“
Und weiter stellt Engels fest:
Aus konservativer Sicht stellt der Niedergang Orbáns sowohl einen ernüchternden Moment als auch eine potenzielle Chance zur Erneuerung dar. Orbán hatte sich – oft mit gutem Grund – als Europas unerschütterlicher Verfechter von Grenzen, Familienpolitik, demografischem Fortbestand und eines Kontinents, der sich seiner christlichen Wurzeln bewusst ist, gegen die von Brüssel ausgehenden säkularisierenden, zentralisierenden, LGBTQ-besessenen und migrationsfreundlichen Tendenzen positioniert. Seine Niederlage hat jedoch auch die Grenzen eines Systems offenbart, das trotz echter Erfolge in Vetternwirtschaft, Korruptionsvorwürfen und einer gewissen Machtroutine verstrickt war, die das Vertrauen der Öffentlichkeit und die moralische Glaubwürdigkeit untergruben.
Gleichzeitig hatten die Erfordernisse des politischen Überlebens Orbán Schritt für Schritt von seiner anfänglichen Verteidigung einer konservativen und christlichen Sichtweise der europäischen Zusammenarbeit zu einem zunehmend opportunistischen Streben nach außereuropäischer Unterstützung geführt, sei es aus Russland, den USA, China oder sogar der Türkei – ein Streben, das oft als übermäßig opportunistisch angesehen wurde und viele seiner europäischen Unterstützer und wahrscheinlich auch Wähler verprellte.
David Engels beurteilt die deutliche Niederlage Viktor Orbáns bei der ungarischen Parlamentswahl am 12. April 2026 nach 16 Jahren ununterbrochener Herrschaft also als „Ende einer Ära“ und als schweren Rückschlag für den europäischen Konservatismus. Außerdem spricht er von einem wiederkehrenden Muster („Groundhog Day“).

Gerade letztere Überlegung ist bedenkenswert. Einen Schluss, den man wohl relativ sicher aus den Ungarn-Wahlen ziehen kann, ist, dass dort das Modell „eine einzige Rechtspartei erobert den Staat und behält dann die Macht“ (das auch im Spektrum der Bundesrepublik erstaunlich viele Anhänger hat), klar und deutlich abgewählt wurde. Ungarn hat gezeigt, dass selbst ein stark verfestigtes, auf eine Partei zugeschnittenes System durch einen ungünstig verlaufenden Wahltag in einen Trümmerhaufen verwandelt werden kann. Die europäische Rechte sollte also stärker auf breiter angelegte Bündnisse setzen, in Deutschland also die AfD mit dem BSW oder den FREIEN SACHSEN oder lokalen Initiativen vor Ort.
Hier geht es zum Text von David Engels.
■ Arne Schimmer
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